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MAP, Blutdruck, BMI, Verweildauer und Charrière in der medizinischen Kodierung
Medizinische Kennzahlen und Dokumentation
MAP, Blutdruck, BMI, Verweildauer und Charrière sind wichtige Begriffe aus dem klinischen Alltag, die je nach Behandlung auch für die medizinische Dokumentation und Fallkodierung relevant sein können. Während MAP und Blutdruck die Kreislaufsituation beschreiben, dient der BMI der Einordnung des Körpergewichts. Die Verweildauer bildet hingegen den stationären Aufenthalt ab, während Charrière (CH) eine Masseinheit zur Größenangabe von Kathetern und Sonden darstellt.
MAP und Blutdruck
Der MAP, also der mittlere arterielle Druck, beschreibt den durchschnittlichen arteriellen Druck während eines Herzzyklus. Gemeinsam mit systolischem und diastolischem Blutdruck wird er insbesondere bei kritisch kranken Patientinnen und Patienten zur Beurteilung der Kreislaufsituation verwendet. Je nach Behandlung können zusätzlich arterielle Blutdruckmessung, invasive Blutdruckmessung, arterielle Kanülierung und kontinuierliches hämodynamisches Monitoring durchgeführt werden. Deshalb ist eine nachvollziehbare Dokumentation der entsprechenden Verfahren wichtig.
BMI und Körpergewicht
Der BMI, Body-Mass-Index, wird anhand von Körpergewicht und Körpergrösse berechnet und dient der standardisierten Einordnung des Körpergewichts. Dabei können sowohl Untergewicht als auch Übergewicht und Adipositas medizinisch relevant sein. Insbesondere bei operativen Eingriffen, intensivmedizinischen Behandlungen oder bestimmten chronischen Erkrankungen kann der Ernährungs- und Gewichtsstatus die Behandlung beeinflussen. Entsprechend sollte ein klinisch relevanter Befund vollständig dokumentiert und bei entsprechender Bedeutung auch für die ICD-10-Kodierung berücksichtigt werden.
Verweildauer und stationäre Fallabrechnung
Die Verweildauer beschreibt die Dauer eines stationären Behandlungsaufenthalts. Aufnahme, Verlegung, Behandlungstage und Entlassung müssen deshalb nachvollziehbar dokumentiert werden. Zudem können bestimmte Behandlungstage, intensivmedizinische Leistungen oder komplexe Therapieverfahren für die Fallabrechnung relevant sein. Dadurch entsteht eine wichtige Grundlage für die SwissDRG-Fallklassifikation und medizinische Fallkodierung.
Charrière bei Kathetern und Sonden
Charrière, abgekürzt CH oder Ch, bezeichnet eine Grösseneinheit für medizinische Instrumente. Sie wird insbesondere bei Blasenkathetern, Ernährungssonden, Drainagen, Absaugkathetern und weiteren Kathetern verwendet. Dabei entspricht ein Charrière einem Durchmesser von etwa 0,33 Millimetern. So besitzt beispielsweise ein Katheter mit 18 Ch einen Aussendurchmesser von ungefähr 6 Millimetern. Die Angabe der Charrière-Grösse kann deshalb für die medizinische Dokumentation und die Beschreibung eines Eingriffs relevant sein.
ICD-10, CHOP und Fallkodierung
Die Kombination aus MAP, Blutdruck, BMI, Verweildauer und Charrière zeigt, wie unterschiedliche klinische Informationen in der medizinischen Dokumentation zusammengeführt werden. Während diese Angaben den Behandlungsverlauf und eingesetzte medizinische Verfahren beschreiben, werden relevante Diagnosen über ICD-10 und durchgeführte Leistungen über CHOP kodiert. Dadurch entsteht eine strukturierte Grundlage für DRG, Fallkodierung, Leistungsdokumentation und stationäre Fallabrechnung in der Schweiz.
