OpGuide

OpGuide ist ein unterstützendes CHOP-Kodierungstool für operative Leistungen. Relevante Kodierhinweise wie „Kod. eb.“, „Beachte“, „inklusive“ und „exklusive“ sind direkt in den Kodierprozess integriert und werden kontextbezogen berücksichtigt.

Kodierfachkräften werden strukturierte Kodieroptionen für definierte operative Eingriffe bereitgestellt. Der Fokus liegt auf standardisierten Eingriffen mit geringer Variantenbreite.

Das Tool führt Schritt für Schritt durch ein strukturiertes Formular von oben nach unten. Auf Basis der getroffenen Angaben wird abschliessend ein fundierter Kodiervorschlag ausgegeben, der als Entscheidungsgrundlage für die finale Kodierung dient.

Bewegungsapparat
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CHOP-Kodes für Operationen im OP-Saal

Operative CHOP-Kodierung

Die CHOP-Kodierung von Operationen im OP-Saal ist ein zentraler Bestandteil der medizinischen Kodierung und stationären Fallabrechnung in der Schweiz. Dabei werden operative Eingriffe und weitere medizinische Prozeduren anhand der aktuellen CHOP Klassifikation erfasst. Das Spektrum reicht von der Darmchirurgie und Herzchirurgie über die operative Frakturversorgung und Osteosynthese bis zu Kreuzbandplastiken und HNO Eingriffen. Deshalb ist eine präzise Dokumentation des Operationsverfahrens entscheidend.

Darmchirurgie und abdominale Operationen

In der Darmchirurgie gehören beispielsweise Darmresektion, Hemikolektomie, Sigmaresektion, Kolektomie, Proktokolektomie, Ileozökalresektion, Anastomose, Stomaanlage, Stomarückverlagerung und Adhäsiolyse zu den relevanten operativen Verfahren. Je nach Eingriff können diese offen, laparoskopisch oder robotisch durchgeführt werden. Entsprechend muss der Operationsbericht den tatsächlichen Eingriff und die verwendete Operationstechnik eindeutig beschreiben.

Herzchirurgie und kardiale Eingriffe

Die Herzchirurgie umfasst unter anderem Koronararterien-Bypass, Herzklappenrekonstruktion, Herzklappenersatz, Aortenoperationen und Schrittmacherimplantationen. Auch komplexe Eingriffe mit extrakorporaler Zirkulation können für die CHOP Kodierung relevant sein. Zusätzlich müssen verwendete Implantate und weitere operative Leistungen berücksichtigt werden, sofern sie nach den geltenden Kodierregeln kodierbar sind.

Frakturen, Osteosynthesen und Kreuzbandplastiken

Bei Frakturen stehen operative Verfahren wie Reposition, offene Reposition, Osteosynthese, Plattenosteosynthese, Schraubenosteosynthese, Marknagelosteosynthese und Fixateur externe im Mittelpunkt. In der Kniechirurgie gehören dagegen Kreuzbandplastik, vordere Kreuzbandrekonstruktion, hintere Kreuzbandrekonstruktion, Meniskusnaht und Meniskusresektion zu den häufigen Eingriffen. Die genaue anatomische Lokalisation und Operationstechnik sind deshalb für die CHOP Kodierung besonders relevant.

HNO Eingriffe und operative Versorgung

Auch HNO Operationen bilden einen wichtigen Bereich der operativen CHOP Kodierung. Dazu gehören beispielsweise Tonsillektomie, Adenotomie, Septumplastik, Septorhinoplastik, Nasennebenhöhlenoperation, Tympanoplastik, Mastoidektomie, Parotidektomie und Larynxoperationen. Darüber hinaus können endoskopische Verfahren, Mikrochirurgie und rekonstruktive Eingriffe durchgeführt werden.

CHOP, ICD-10 und SwissDRG

Die operative Fallkodierung verbindet somit die CHOP Kodes der tatsächlich durchgeführten Eingriffe mit den entsprechenden Diagnosen nach ICD-10. Dadurch können Operationen aus unterschiedlichen chirurgischen Fachgebieten strukturiert erfasst und für die SwissDRG Fallklassifikation und stationäre Fallabrechnung in der Schweiz berücksichtigt werden. Eine vollständige Dokumentation von Operationsart, Lokalisation, Technik und Begleiteingriffen unterstützt dabei eine präzise und nachvollziehbare medizinische Kodierung.