ICD-10
Die Bestimmung von 2, 3 oder 4 MRGN nach ICD-10 Kriterien richten sich nach den Kriterien des deutschen Robert-Koch-Institutes.
Bestimmungen nach schweizer Kriterien können anders ausfallen.
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MRGN in der medizinischen Kodierung
MRGN und medizinische Kodierung
MRGN, also multiresistente gramnegative Erreger, sind ein wichtiger Bereich der medizinischen Kodierung und der stationären Fallabrechnung in der Schweiz. Dabei handelt es sich um gramnegative Bakterien, die gegen mehrere Antibiotikagruppen resistent sind. Für die korrekte ICD-10-Kodierung und Fallklassifikation ist deshalb eine eindeutige medizinische Dokumentation des Erregers, der Infektion und der klinischen Bedeutung erforderlich.
Relevante multiresistente Erreger
Zu den häufig relevanten gramnegativen Erregern gehören beispielsweise Escherichia coli, Klebsiella pneumoniae, Enterobacter-Arten und Pseudomonas aeruginosa. Je nach Resistenzmuster können unterschiedliche Kategorien wie 3MRGN oder 4MRGN unterschieden werden. Entscheidend ist jedoch nicht allein der mikrobiologische Nachweis, sondern auch die ärztliche Beurteilung und die Zuordnung zur tatsächlich behandlungsrelevanten Infektion.
Infektion, Kolonisation und Fallkodierung
Für die medizinische Kodierung ist ausserdem die Abgrenzung zwischen einer Infektion und einer Kolonisation von besonderer Bedeutung. Ein positiver mikrobiologischer Befund bedeutet deshalb nicht automatisch, dass eine behandlungsbedürftige Infektion vorliegt. Vielmehr müssen klinische Symptome, Befunde und ärztliche Diagnosen gemeinsam betrachtet werden. Dadurch kann die entsprechende ICD-10-Kodierung regelkonform vorgenommen werden.
MRGN und stationäre Behandlung
MRGN können beispielsweise bei Harnwegsinfektionen, Pneumonien, Wundinfektionen, intraabdominellen Infektionen oder Sepsis auftreten. Zusätzlich können Isolation beziehungsweise besondere Hygienemassnahmen im stationären Behandlungsverlauf eine Rolle spielen. Deshalb sollte die medizinische Dokumentation sowohl den Infektionsfokus als auch den nachgewiesenen Erreger und die relevante Resistenzsituation nachvollziehbar darstellen.
DRG und Fallabrechnung
Eine korrekte MRGN-Kodierung erfordert somit die gemeinsame Betrachtung von mikrobiologischen Befunden, ärztlicher Diagnose und Behandlungsverlauf. Je nach Fall können neben der Infektionsdiagnose weitere relevante Diagnosen oder medizinische Leistungen für die CHOP-Kodierung und DRG-Fallklassifikation berücksichtigt werden. Dadurch entsteht eine belastbare Grundlage für die Kodierqualität und eine nachvollziehbare stationäre Fallabrechnung im Schweizer Gesundheitswesen.
