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Verfügbar ab dem 01.01.2027
CodeFlow v2.27.1
CHOP Neuerungen 2027
Stationäre Behandlung vor Entbindung
Stationäre Behandlung vor Entbindung
Änderungen 2026 → 2027
• Gemäss unterjähriger Aktualisierung Nr. 1 zur CHOP 2026 wurde unter der Elementegruppe 73.7X.1- „Stationäre Behandlung (Präpartale Behandlungsdauer) vor Entbindung im gleichen stationären Aufenthalt, nach Anzahl Behandlungstage“ ein neues Beachte aufgenommen.
• Das Beachte stellt klar:
„Der Tag der Geburt zählt nicht zu den Behandlungstagen.“
• Für die Ermittlung der zu kodierenden präpartalen Behandlungsdauer wird der Tag der Geburt somit nicht als Behandlungstag berücksichtigt.
Zusammenfassung
| Bereich | CHOP 2026 | CHOP 2027 | Änderung |
|---|---|---|---|
| 73.7X.1- | Stationäre Behandlung vor Entbindung, nach Anzahl Behandlungstage | Beachte ergänzt | Kodierhinweis |
| Behandlungstage | keine explizite Regelung im Kode | Tag der Geburt wird nicht gezählt | Präzisierung |
| Grundlage | unterjährige Aktualisierung Nr. 1 zur CHOP 2026 | in der Klassifikation berücksichtigt | redaktionelle/kodierlogische Ergänzung |
Medikamentöse Therapien des Fetus mittels Verabreichung bei der Schwangeren
Medikamentöse Therapien des Fetus mittels Verabreichung bei der Schwangeren
Änderungen 2026 → 2027
• Aufgrund eines Antrags wurde der neue Kode 75.G1 „Antenatale Lungenreifungsinduktion [aLR]“ gebildet.
• Der neue Kode erhält ein Beachte, welches die Erfassungsbedingungen für die Kodierung der antenatalen Lungenreifungsinduktion erläutert.
• Zur Einordnung des neuen Kodes wurde die neue 3-stellige Kategorie 75.G- „Medikamentöse Therapien des Fetus mittels Verabreichung bei der Schwangeren“ geschaffen.
• Unter 75.G- wurde bewusst keine Resteklasse gebildet.
• Falls eine medikamentöse fetale Therapie erforderlich ist, die nicht durch einen spezifischen Kode unter 75.G- abgebildet wird, ist als Resteklasse 99.29.09 „Injektion oder Infusion einer anderen therapeutischen oder prophylaktischen Substanz, sonstige“ vorgesehen.
Zusammenfassung
| Bereich | CHOP 2026 | CHOP 2027 | Änderung |
|---|---|---|---|
| 75.G- | nicht vorhanden | Medikamentöse Therapien des Fetus mittels Verabreichung bei der Schwangeren | neue Kategorie |
| 75.G1 | nicht vorhanden | Antenatale Lungenreifungsinduktion [aLR] | neuer Kode |
| 75.G1 Beachte | nicht vorhanden | Erfassungsbedingungen zur aLR | neu aufgenommen |
| Resteklasse unter 75.G- | nicht vorhanden | keine Resteklasse gebildet | bewusster Verzicht |
| 99.29.09 | bestehender Kode | als Resteklasse bei Bedarf vorgesehen | alternative Resteklassenzuordnung |
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Geburtshilfe in der medizinischen Kodierung
Geburtshilfe und medizinische Kodierung
Die Geburtshilfe umfasst die medizinische Betreuung während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett und ist ein wichtiger Bereich der medizinischen Kodierung in der Schweiz. Für die Fallkodierung werden geburtshilfliche Diagnosen und Komplikationen mit ICD-10 sowie geburtshilfliche Eingriffe und Prozeduren mit CHOP abgebildet. Dadurch entsteht eine Grundlage für die SwissDRG-Fallklassifikation und stationäre Fallabrechnung.
Geburt und geburtshilfliche Eingriffe
Zu den wichtigsten geburtshilflichen Verfahren gehören die spontane vaginale Geburt, operative vaginale Geburt, Vakuumextraktion und Zangenentbindung. Bei medizinischer Indikation kann zudem eine Sectio caesarea durchgeführt werden. Dabei wird zwischen verschiedenen Formen des Kaiserschnitts und der jeweiligen geburtshilflichen Situation unterschieden. Zusätzlich können bei der Geburt Episiotomie, Naht einer Geburtsverletzung, Dammrekonstruktion und operative Versorgung von Geburtsverletzungen erforderlich sein.
Schwangerschaft und Komplikationen
Während der Schwangerschaft können verschiedene Komplikationen eine stationäre Behandlung oder interventionelle Verfahren notwendig machen. Dazu gehören beispielsweise Präeklampsie, Eklampsie, Schwangerschaftsdiabetes, Blutungen, Plazenta praevia, vorzeitige Wehen, vorzeitiger Blasensprung und Fehlentwicklungen der Schwangerschaft. Entsprechend müssen Diagnose, Schwangerschaftswoche und geburtshilflicher Zusammenhang präzise dokumentiert und kodiert werden.
Nachgeburt und Wochenbett
Auch die Versorgung nach der Geburt ist für die Fallkodierung relevant. Dazu gehören beispielsweise manuelle Plazentalösung, operative Versorgung einer Nachblutung, Kürettage, Revision des Uterus und Behandlung geburtshilflicher Verletzungen. Bei postpartalen Komplikationen wie Uterusatonie, postpartaler Hämorrhagie oder Infektionen im Wochenbett können zusätzlich intensive therapeutische und operative Massnahmen erforderlich sein.
Pränatale und geburtshilfliche Verfahren
Neben der eigentlichen Geburt umfasst die Geburtshilfe zahlreiche diagnostische und therapeutische Verfahren. Dazu zählen unter anderem Ultraschalluntersuchungen, fetale Überwachung, Kardiotokografie, Amniozentese, Chorionzottenbiopsie und operative Eingriffe während der Schwangerschaft. Je nach medizinischer Situation können zudem fetale Interventionen oder die Behandlung einer Mehrlingsschwangerschaft erforderlich sein.
CHOP, ICD-10 und SwissDRG
Für eine korrekte geburtshilfliche Kodierung müssen Diagnosen und Prozeduren eindeutig voneinander unterschieden werden. Während Schwangerschaftsverlauf, Komplikationen und geburtshilfliche Diagnosen über ICD-10 abgebildet werden, erfassen die CHOP-Kodes die durchgeführten operativen und medizinischen Prozeduren. Eine vollständige Dokumentation von Geburtsart, Schwangerschaftswoche, Komplikationen, operativen Eingriffen und therapeutischen Massnahmen unterstützt deshalb eine nachvollziehbare Kodierung und korrekte SwissDRG-Fallabrechnung in der Schweiz.
