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Ophthalmologische und otologische Diagnostik und Therapie in der medizinischen Kodierung
Augen und Ohren in der medizinischen Kodierung
Die ophthalmologische und otologische Diagnostik und Therapie umfasst ein breites Spektrum medizinischer Untersuchungen und Behandlungen. In der Schweizer medizinischen Kodierung werden Erkrankungen des Auges und des Ohres entsprechend ihrer Diagnose mit ICD-10 erfasst, während operative und therapeutische Leistungen über CHOP abgebildet werden. Dadurch entsteht eine wichtige Grundlage für die SwissDRG-Fallklassifikation und stationäre Fallabrechnung.
Ophthalmologische Diagnostik und Therapie
Zur Diagnostik von Augenerkrankungen gehören unter anderem Visusprüfung, Spaltlampenuntersuchung, Tonometrie, Fundusuntersuchung, Ophthalmoskopie, Perimetrie, OCT und Fluoreszenzangiographie. Je nach Erkrankung können anschliessend operative oder interventionelle Verfahren erforderlich sein. Dazu gehören beispielsweise Kataraktoperation, Phakoemulsifikation, Intraokularlinsenimplantation, Vitrektomie, Netzhautoperation, Laserkoagulation, Glaukomoperation, Trabekulektomie und Hornhauttransplantation. Die genaue Operationstechnik und der Umfang des Eingriffs sind deshalb für die CHOP-Kodierung relevant.
Erkrankungen des Auges
Häufige ophthalmologische Diagnosen sind Katarakt, Glaukom, Netzhautablösung, diabetische Retinopathie, Makuladegeneration, Hornhauterkrankungen und entzündliche Augenerkrankungen. Auch Augenverletzungen und intraokulare Erkrankungen können operative Behandlungen erforderlich machen. Für die ICD-10-Kodierung sind insbesondere die betroffene anatomische Struktur, die Erkrankung, die Seite und gegebenenfalls das Stadium entscheidend.
Otologische Diagnostik und Therapie
Die otologische Diagnostik umfasst unter anderem Otoskopie, Audiometrie, Tympanometrie, Impedanzmessung und Gleichgewichtsuntersuchungen. Bei Erkrankungen des Mittel- oder Innenohres können operative Verfahren wie Parazentese, Paukenröhrcheneinlage, Tympanoplastik, Stapedektomie, Stapedotomie und Mastoidektomie durchgeführt werden. Zusätzlich kommen bei bestimmten Erkrankungen Ossikuloplastik, Cochlea-Implantation und operative Rekonstruktionen des Mittelohres zum Einsatz.
Ohrkrankheiten und operative Eingriffe
Zu den relevanten Diagnosen gehören Otitis media, chronische Mittelohrentzündung, Cholesteatom, Otosklerose, Schallempfindungsschwerhörigkeit und Schallleitungsschwerhörigkeit. Bei einem Cholesteatom kann beispielsweise eine Tympanomastoidektomie erforderlich sein, während bei Otosklerose eine Stapesoperation durchgeführt werden kann. Entsprechend sollte der Operationsbericht die betroffene Struktur, das operative Verfahren und den Umfang der Behandlung eindeutig dokumentieren.
CHOP, ICD-10 und Fallabrechnung
Die ophthalmologische und otologische Kodierung verbindet somit Diagnostik, Diagnose und Therapie. Während Erkrankungen des Auges und Ohres über ICD-10 kodiert werden, bilden CHOP-Kodes operative und therapeutische Leistungen ab. Eine präzise Dokumentation von Untersuchungen, Operationen, Implantaten und Behandlungstechniken unterstützt deshalb die Kodierqualität, SwissDRG-Fallklassifikation und stationäre Fallabrechnung im Schweizer Gesundheitswesen.
