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CHOP Neuerungen 2027
Transurethrale Ballon-Dilatation einer prostatischen Urethra
Transurethrale Ballon-Dilatation einer prostatischen Urethra
Änderungen 2026 → 2027
• Die Subkategorie 60.95.- „Transurethrale Ballon-Dilatation einer prostatischen Urethra“ wurde neu aufgegliedert.
• Die bisherige Bezeichnung wurde dabei in zwei Verfahren differenziert:
60.95.11 „Transurethrale Dilatation einer prostatischen Urethra mit einem Ballon, mit Medikamentenfreisetzung“
60.95.12 „Transurethrale Dilatation einer prostatischen Urethra mit einem Ballon, ohne Medikamentenfreisetzung“
• Das zentrale neue Differenzierungsmerkmal ist damit die Medikamentenfreisetzung des Ballons.
Zusammenfassung
| Kode | CHOP 2027 | Änderung |
|---|---|---|
| 60.95.11 | Ballondilatation der prostatischen Urethra, mit Medikamentenfreisetzung | neu |
| 60.95.12 | Ballondilatation der prostatischen Urethra, ohne Medikamentenfreisetzung | neu |
| 60.95.- | neu aufgegliederte Subkategorie | Differenzierung erweitert |
Kodierlogik: Bei einer transurethralen Ballon-Dilatation der prostatischen Urethra ist künftig zu unterscheiden, ob der verwendete Ballon Medikamente freisetzt oder nicht.
Sonstige transurethrale Destruktion von prostatischem Gewebe durch sonstige Wärmetherapie
Sonstige transurethrale Destruktion von prostatischem Gewebe durch sonstige Wärmetherapie
Änderungen 2026 → 2027
• Gemäss unterjähriger Aktualisierung Nr. 1 zur CHOP 2026 wurde beim Kode 60.97 „Sonstige transurethrale Destruktion von prostatischem Gewebe durch sonstige Wärmetherapie“ die ergänzende Beschreibung „Wärmetherapie durch injizierten Wasserdampf“ aufgenommen.
• Damit wird die Wasserdampftherapie der Prostata eindeutig dem Kode 60.97 zugeordnet.
• Entscheidend für die Kodierung ist die Art des Eingriffs: Wird Prostatagewebe über einen transurethralen Zugang mittels injiziertem Wasserdampf zerstört, handelt es sich um eine Destruktion und nicht um eine Exzision.
• Die Kodes der 3-stelligen Kategorie 60.2- „Transurethrale Prostatektomie“ sind für dieses Verfahren deshalb nicht zu erfassen.
Kodierlogik
Transurethrale Zerstörung von Prostatagewebe mittels injiziertem Wasserdampf → 60.97
Nicht zu verwenden:
60.2- Transurethrale Prostatektomie
Zusammenfassung
| Bereich | Kodierung |
|---|---|
| Verfahren | Transurethrale Destruktion von Prostatagewebe mittels injiziertem Wasserdampf |
| Kode | 60.97 |
| Einordnung | Destruktion durch Wärmetherapie |
| 60.2- Transurethrale Prostatektomie | nicht zu erfassen |
| Grundlage | unterjährige Aktualisierung Nr. 1 zur CHOP 2026 |
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Weiterführende Links
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Männliche Geschlechtsorgane in der medizinischen Kodierung
Männliche Geschlechtsorgane und Fallkodierung
Die männlichen Geschlechtsorgane bilden einen wichtigen Bereich der Urologie und der medizinischen Kodierung in der Schweiz. Dazu gehören insbesondere Prostata, Hoden, Nebenhoden, Samenleiter, Penis und Skrotum. Erkrankungen, Verletzungen und operative Behandlungen werden anhand der medizinischen Dokumentation mit ICD-10 und CHOP erfasst. Dadurch entsteht eine wichtige Grundlage für die SwissDRG-Fallklassifikation und stationäre Fallabrechnung.
Prostata und operative Verfahren
Erkrankungen der Prostata reichen von der benignen Prostatahyperplasie bis zu Prostatakarzinomen und entzündlichen Erkrankungen. Zu den relevanten Eingriffen gehören transurethrale Resektion der Prostata, Prostatektomie, radikale Prostatektomie, Adenomektomie und Prostatabiopsie. Darüber hinaus können operative Verfahren zur Behandlung von Prostatatumoren oder Harnabflussstörungen durchgeführt werden. Für die CHOP-Kodierung sind dabei Operationsart, Zugang und Umfang des Eingriffs entscheidend.
Hoden und Nebenhoden
Bei Erkrankungen oder Verletzungen von Hoden und Nebenhoden kommen verschiedene operative Verfahren zum Einsatz. Dazu gehören Orchiektomie, Hemikastration, bilaterale Orchiektomie, Epididymektomie, Hodenfreilegung und Hodenfixation beziehungsweise Orchidopexie. Bei Hodentorsion ist beispielsweise eine dringliche operative Detorsion mit anschliessender Fixation relevant. Auch die Entfernung von Tumoren oder die Versorgung von Verletzungen kann eine entsprechende CHOP-Prozedur erfordern.
Penis, Skrotum und Samenleiter
Im Bereich von Penis und Skrotum können sowohl rekonstruktive als auch operative urologische Verfahren durchgeführt werden. Dazu gehören Zirkumzision, partielle oder totale Penektomie, Penisrekonstruktion, Frenulotomie, Skrotalresektion und operative Behandlung von Verletzungen. An den Samenleitern sind unter anderem Vasektomie, Vasovasostomie und operative Rekonstruktionen relevant. Entsprechend sollte der Operationsbericht die konkrete Technik und den Umfang des Eingriffs eindeutig dokumentieren.
Onkologische Operationen und Fallkodierung
Bei malignen Erkrankungen können umfangreiche operative Verfahren notwendig werden. Dazu gehören beispielsweise radikale Prostatektomie, Orchiektomie, Lymphadenektomie, Tumorexzision und Resektion von Metastasen. Während die zugrunde liegende Tumorerkrankung mit ICD-10 kodiert wird, werden die tatsächlich durchgeführten operativen Leistungen über CHOP abgebildet. Dadurch lässt sich der onkologische Behandlungsfall vollständig dokumentieren.
SwissDRG und stationäre Fallabrechnung
Die Kodierung der männlichen Geschlechtsorgane verbindet somit Diagnosen, operative Eingriffe und den klinischen Behandlungsverlauf. Verfahren wie Prostatektomie, Orchiektomie, TUR-P, Orchidopexie, Zirkumzision oder Penektomie können entsprechend der medizinischen Dokumentation für die CHOP-Kodierung und SwissDRG-Fallklassifikation relevant sein. Eine präzise Dokumentation unterstützt deshalb die Kodierqualität und ermöglicht eine nachvollziehbare Fallabrechnung im Schweizer Gesundheitswesen.
