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Verfügbar ab dem 01.01.2027
CodeFlow v2.27.1
CHOP Neuerungen 2027
Vollständige Nephrektomie
Vollständige Nephrektomie
Änderungen 2026 → 2027
1. Streichung des postmortalen Kodes
• Der Kode 55.51.03 „Nephrektomie zur Transplantation, postmortal“ wurde im Rahmen der Streichung postmortaler Prozeduren aus der CHOP entfernt.
2. Neuordnung der Subkategorie 55.51.-
• Die bisherige Struktur der Subkategorie 55.51.- „Nephroureterektomie“ wurde grundlegend überarbeitet.
• Die bestehenden Kodes unter 55.51.- wurden gestrichen.
• Gleichzeitig wurden zwei neue endständige Kodes gebildet:
55.51.11 „Nephroureterektomie“
55.51.12 „Nephroureterektomie zur Transplantation“
• Die Beidseitigkeit einer Nephroureterektomie wird künftig über die Seitigkeitsmarkierung angegeben.
3. Streichung der bisherigen beidseitigen Nephrektomie
• Der Kode 55.54 „Beidseitige Nephrektomie“ wurde gestrichen.
• Eine beidseitige Nephrektomie wird damit nicht mehr über einen eigenen Kode abgebildet.
Zusammenfassung
| Bereich | CHOP 2026 | CHOP 2027 | Änderung |
|---|---|---|---|
| 55.51.03 | Nephrektomie zur Transplantation, postmortal | gestrichen | postmortaler Kode entfällt |
| 55.51.- | bestehende Kodes zur Nephroureterektomie | neu strukturiert | grundlegende Neuordnung |
| 55.51.11 | nicht vorhanden | Nephroureterektomie | neuer Kode |
| 55.51.12 | nicht vorhanden | Nephroureterektomie zur Transplantation | neuer Kode |
| 55.54 | Beidseitige Nephrektomie | gestrichen | Kode entfällt |
| Beidseitige Nephroureterektomie | keine entsprechende Regelung | über Seitigkeitsmarkierung | neue Erfassungslogik |
| Gesamte Kategorie 55.5- | bisherige Struktur | vereinfachte und neu geordnete Struktur | strukturelle Anpassung |
Dilatation der Urethra
Dilatation der Urethra
Änderungen 2026 → 2027
• Die bisherige 3-stellige Kategorie 58.6- „Dilatation der Urethra“ wurde neu aufgegliedert und differenziert.
• Neu gebildet bzw. strukturiert wurden folgende Kodes:
58.61 „Dilatation der Urethra mit einem Ballon, mit Medikamentenfreisetzung“
58.62 „Dilatation der Urethra mit einem Ballon, ohne Medikamentenfreisetzung“
58.69 „Dilatation der Urethra, sonstige“
• Die neue Struktur differenziert insbesondere nach Ballondilatation mit bzw. ohne Medikamentenfreisetzung.
• Zur eindeutigen Abgrenzung wurden zwei Exklusiva aufgenommen:
Transurethrale Ballon-Dilatation einer prostatischen Urethra (60.95.-)
Operative Harnblasendehnung (57.99.4-)
Zusammenfassung
| Bereich | CHOP 2026 | CHOP 2027 | Änderung |
|---|---|---|---|
| 58.6- | Dilatation der Urethra | neu aufgegliedert | Differenzierung |
| 58.61 | nicht vorhanden | Ballon, mit Medikamentenfreisetzung | neuer Kode |
| 58.62 | nicht vorhanden | Ballon, ohne Medikamentenfreisetzung | neuer Kode |
| 58.69 | nicht vorhanden | Dilatation der Urethra, sonstige | neuer Kode |
| 60.95.- | keine entsprechende Abgrenzung | Exklusivum unter 58.6- | neu aufgenommen |
| 57.99.4- | keine entsprechende Abgrenzung | Exklusivum unter 58.6- | neu aufgenommen |
| Gesamte Kategorie 58.6- | undifferenzierte Struktur | Differenzierung nach Verfahren | strukturelle Erweiterung |
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Weiterführende Links
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Harnorgane in der medizinischen Kodierung
Harnorgane und medizinische Kodierung
Die Harnorgane sind ein wichtiger Bereich der medizinischen Kodierung und der operativen Fallabrechnung in der Schweiz. Dazu gehören Nieren, Nierenbecken, Harnleiter, Harnblase und Harnröhre. Erkrankungen und operative Eingriffe werden anhand der medizinischen Dokumentation mit ICD-10 und CHOP erfasst. Dadurch lässt sich der Behandlungsfall für die SwissDRG-Fallklassifikation und stationäre Fallabrechnung strukturiert abbilden.
Nieren und operative Eingriffe
Bei Erkrankungen der Niere können sowohl diagnostische als auch operative Verfahren erforderlich sein. Dazu gehören Nephrektomie, partielle Nephrektomie, Nierenteilresektion, Nierenresektion und Nierenrekonstruktion. Bei Nierentumoren können ausserdem organerhaltende Tumorresektionen durchgeführt werden. Zusätzlich kommen bei bestimmten Erkrankungen Nierenbiopsie, Zystenexzision und operative Drainageverfahren zum Einsatz. Für die CHOP-Kodierung sind dabei die genaue Operation und die angewandte Technik entscheidend.
Harnleiter und Nierenbecken
Erkrankungen des Harnleiters und Nierenbeckens können beispielsweise durch Harnsteine, Stenosen oder Tumoren verursacht werden. Zu den operativen und interventionellen Verfahren gehören Ureterotomie, Ureterresektion, Ureterrekonstruktion, Ureterimplantation und Ureterstent-Einlage. Bei Harnsteinen können ausserdem Ureterorenoskopie, Lithotripsie und Steinextraktion durchgeführt werden. Je nach Eingriff muss die entsprechende Prozedur vollständig dokumentiert und mit dem passenden CHOP-Kode abgebildet werden.
Harnblase und Harnröhre
Im Bereich der Harnblase gehören Zystoskopie, transurethrale Resektion, partielle Zystektomie und radikale Zystektomie zu den relevanten Eingriffen. Bei Blasentumoren kann beispielsweise eine transurethrale Blasenresektion durchgeführt werden. An der Harnröhre kommen unter anderem Urethrotomie, Urethroplastik und operative Stenosebehandlung zum Einsatz. Zusätzlich können Katheteranlagen, suprapubische Zystostomien und weitere urologische Verfahren für die Leistungsdokumentation relevant sein.
Urologische Operationen und CHOP
Für die medizinische Kodierung ist eine klare Trennung zwischen Diagnose und Prozedur erforderlich. Erkrankungen wie Harnsteine, Harnwegsinfektionen, Niereninsuffizienz oder urologische Tumoren werden über ICD-10 erfasst, während operative und interventionelle Leistungen mit CHOP kodiert werden. Deshalb sollten Operationsberichte insbesondere Organ, Lokalisation, Operationszugang, Resektionsumfang und angewandte Technik eindeutig dokumentieren.
SwissDRG und Fallabrechnung
Eine vollständige Kodierung der Harnorgane verbindet somit Diagnosen, operative Eingriffe und den klinischen Behandlungsverlauf. Dadurch können Verfahren wie Nephrektomie, Ureterrekonstruktion, Zystektomie, transurethrale Resektion oder Lithotripsie korrekt für die SwissDRG-Fallklassifikation berücksichtigt werden. Gleichzeitig unterstützt eine präzise Dokumentation eine nachvollziehbare medizinische Kodierung, Leistungsabrechnung und stationäre Fallabrechnung im Schweizer Gesundheitswesen.
